Alessandro Limentani

Alessandro Limentani wurde 1983 in Milano geboren und erhielt im Alter von fünf Jahren den ersten Klavierunterricht. Er war 1999 und 2002 Preisträger beim Bundeswettbewerb “Jugend Musiziert” in der Kategorie Klavier Solo. 2003 schloss er sein Klavierstudium am Conservatorio Giuseppe Verdi di Milano mit Auszeichnung ab und begann 2006 ein Kompositionsstudium an der Musikhochschule Freiburg. 2008 bis 2012 studierte er im künstlerischen Aufbaustudiengang Liedgestaltung an der Hochschule für Musik Karlsruhe bei Matthias Alteheld.

Alessandro Limentani hat seit 2009 einen Lehrauftrag für Opern-Korrepetition an der Hochschule für Musik Freiburg und wirkt dort als musikalischer Leiter sowie als Pianist bei Lied- und Opernprojekten mit. Er spielt Liederabende im In- und Ausland und begleitet Meisterkurse für Gesang und Lied, u.a. bei Helmut Deutsch und Margreet Honig.

Seit mehreren Jahren ist Alessandro Limentani als Chordirigent tätig und leitet zur Zeit den Frauenchor '82 Hauingen sowie den MGV Hauingen (Lörrach). Seit Oktober 2012 leitet er das collegium vocale freiburg.

Über seine Chorarbeit sagt er:

"Das Wesentlichste in meiner Arbeit als Chorleiter, speziell mit dem collegium vocale, sehe ich darin, den Chor mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln zu einem lebendigen und atmosphärischen Musizieren zu inspirieren, in welchem idealerweise jede Sängerin und jeder Sänger – und ich hoffentlich auch – ganzheitlich der Musik zur Verfügung steht. Dies gilt für mich in der geistlichen und in der weltlichen Musik gleichermaßen.

Die Freude am Singen ist dabei die schönste und wichtigste Komponente. Freude am Singen bedeutet für mich auch innere Beteiligung an dem, was man singt, und das ist meiner Meinung nach der wichtigste Aspekt beim Musizieren. Das mag eine Platitüde sein, doch ist es trotzdem unglaublich wichtig! Chöre, Orchester, Sänger und Instrumentalisten, die in der Lage sind, beim Musizieren in der Situation, in der Atmosphäre der Musik zu "sein" und zu atmen, klingen ganz anders als solche, die dies nicht tun. Dies trainieren wir regelmäßig in unseren Proben.

Entscheidend bei all dem ist der Atem. Eine Stimmung, eine Atmosphäre, ein aussagekräftiger Klang können dann entstehen, wenn die persönliche Empfindung die Musik belebt und man den der Situation entsprechenden Atem hat. Dies versuche ich von Anfang an zu vermitteln und gezielt zu trainieren. Darin – im bewussten,  lebendigen und von der Atmosphäre der Musik abhängigen Umgang mit dem eigenen Atem – sehe ich den wichtigsten Schlüssel, um einen Zugang zur Musik zu finden und ihren emotionalen Gehalt, ihre Stimmung zu vermitteln. Und – so macht es auch mehr Spaß!"